Einrichtungstipps: Kleines 1×1 für schöne Balkone

Wenn die Balkoneinrichtung gelungen ist, dann kommt der Schritt aus der Wohnung auf den Balkon einer kleinen Urlaubsreise gleich: Raus aus dem Alltag und rein in die Wohlfühloase. Damit das auch wirklich klappt, haben wir Ihnen vier Tipps für die perfekte Balkoneinrichtung zusammengestellt.

Die Basis

Holz wirkt wohnlich, vor allem im Außenbereich. Wenn Sie Metall für Garten- und Balkonmöbel bevorzugen, setzen Sie Holz auf andere Weise ein:

  • (teilweise) Wandverkleidung
  • Balkonboden mit Holzfliesen oder Terrassendielen

Ein Balkon aus zusammengewürfelten Einzelteilen kann gut aussehen. Wenn Sie kein absolut begnadetes Händchen für die Gestaltung haben, sind Sie mit einer Balkonmöbelserie auf der sicheren Seite. Ähnliche Materialien und Farben schaffen hier automatisch eine harmonische Atmosphäre, die zur Entspannung einlädt. Farbtupfer und Kontraste erzielen Sie am besten durch die Pflanzenauswahl, durch Outdoor-geeignete Textilien und das passende Licht.

Denken Sie an den Sichtschutz: Offene Balkongitter wirken schnell unruhig, außerdem können die Nachbarn unter Umständen den gesamten Balkon überblicken. Sichtschutzmatten für die Balkonumrandung sind ein erster Schritt für etwas Privatsphäre. Holz, getöntes Glas oder individuell gestaltete wetterfeste Kunststoffmatten bieten sich dafür an. Damit lassen sich auch vorhandene Mauern oder Betonumrandungen verkleiden, die optisch wenig ansprechend sind.

Tipp: In Mietwohnungen muss das eventuell vom Vermieter genehmigt werden, fragen Sie am besten vor Start der Neugestaltung nach.

Home Islands Gartenmöbelset mit Aluminiumgestellt, Tischplatte aus HPL
Kompakte Gartenmöbel wie hier von Home Islands eignen sich perfekt für den Balkon. (Foto: Hersteller)

Die Nutzung folgt der Sonne

Wie Sie Ihren Balkon verwenden, hängt wahrscheinlich auch von der Ausrichtung zur Sonne ab. Und natürlich auch von Ihren ganz persönlichen Vorlieben. Ob Sie lieber im Abendlicht Cocktails trinken, mit Freunden grillen oder ganz entspannt in der Sonne baden möchten – ist der Balkon passend gestaltet, macht das gleich nochmal so viel Freude.

Ost-/Westausrichtung

Bei der Ost-Ausrichtung frühstücken Sie morgens unter den ersten warmen Sonnenstrahlen und genießen den restlichen Tag einen eher schattigen Balkonplatz. Bei einem Balkon in Richtung Westen ist dagegen der Abend mit Blick auf den Sonnenuntergang gesichert.

Für beide gilt:

  • Sitzplätze für entspannte Mahlzeiten einplanen.
  • Sonnenschutz bei Bedarf verwenden.
  • Bei Bepflanzung auf Gewächse achten, die im Halbschatten gedeihen.

Im Hochsommer kann es auf dem Ostbalkon auch am Vormittag schon recht schnell heiß werden, dafür ist es dann abends deutlich schneller frisch. Beim Westbalkon entsprechend andersherum. Zusätzliche Decken zum Einkuscheln, gemütliche Kissen und Kerzen als natürliche Wärmequellen sind praktische Ergänzungen, wenn Sie Ihren Balkon auch ohne direkte Sonneneinstrahlung jederzeit nutzen möchten, ohne zu frösteln.

Südseite

Ein Balkon mit voller Sonneneinstrahlung über den Mittagszeitraum hinweg bietet sich für entspannte Sonnenbäder an – ganz klar. Wichtig ist hier vor allem:

  • sehr guter Sonnenschutz für ausreichend Schatten in der größten Mittagshitze
  • bequeme Loungemöbel oder eine schöne Sonnenliege 

Rund um die späte Mittagszeit ist es im Hochsommer schnell zu heiß, um viel Zeit auf dem Balkon zu verbringen. Mit dem richtigen Sonnenschirm lässt es sich aber einigermaßen aushalten.

Nordseite

Der schwierigste Balkon ist der mit einer Ausrichtung gen Norden, weil er sich eben gar nicht so sehr aufheizt. Er bleibt in den Übergangszeiten vergleichsweise kühl. Nur im Hochsommer ist so ein Nordbalkon wunderbar, denn wenigstens herrscht dort dann immer Schatten!

Für die perfekte Einrichtung sind diese Punkte wichtig:

  • pflegeleichte und schnelltrocknende Textilien
  • Pflanzen, die es besonders schattig mögen
  • ausreichend Beleuchtung für Abendstunden ohne direkte Sonnenstrahlen

Nachdem der Nordbalkon überhaupt keine direkte Sonneneinstrahlung erhält, besteht für Polster und Auflagen die Gefahr, die nachts aufgenommene Feuchtigkeit nicht so richtig durch die Sonneneinstrahlung am Tag aufzulösen. Es können sich dumpfe Gerüche oder Stockflecken ausbreiten. Wenn Sie auf entsprechend hochwertige, schnelltrocknende Materialien achten, lässt sich das vermeiden.

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Nutzen Sie die Balkonfläche richtig aus!

Es macht einen deutlichen Unterschied, ob Sie einen größeren oder kleineren Balkon gemütlich herrichten möchten. Größere Balkone können zu leer und wenig wohnlich wirken, kleinere sind dagegen schnell vollgeräumt und wirken überladen.

Kleine Balkone

Bei geringer Grundfläche um die 4,5 Quadratmeter oder weniger kommt es auf jeden Zentimeter an. Klappmöbel bieten sich an, um gemütliche Sitzflächen zu schaffen, die Sie bei Nichtgebrauch einfach wegräumen können. Der Sonnenschutz lässt sich oft ebenfalls am Geländer oder an der Wand befestigen. 

Dekoration und Pflanzen finden ihren Platz am besten vertikal, entlang der Hauswand. Windlichter, Lichterketten und Co. sind ideal zum Aufhängen gedacht: Entweder am Balkongeländer entlang oder vom darüber liegenden Balkon herabhängend bieten sie gemütliche Lichtquellen für die Abendstunden.

Sind Möbel, Polster und Outdoor-Teppich in ähnlichen Farbtönen gehalten, ist der kleine Balkon optisch aufgeräumter und harmonischer. Kontrastpunkte setzen Sie am besten mit bunten Kissen. Trotzdem bleibt es bei kleinen Balkonen beim klassischen Weniger-ist-mehr-Gedanken.

Große Balkone

Bei größeren Balkonen ab 6 Quadratmetern ist schon etwas mehr Spielraum vorhanden. Sind Sonnenbäder geplant? Dann ist neben einer kleinen Loungeecke vielleicht auch Platz für eine moderne Sonnenliege. 

Fällt der Balkon breit genug aus, lassen sich zwei Nutzungsräume einplanen: Ein kleiner Loungebereich an der einen Stirnseite und über Eck nutzt den Raum optimal aus und schafft Freiräume für Pflanzen, Sonnenliege und Co. auf der gegenüberliegenden Seite. Klappmöbel sind dann nicht unbedingt nötig. Je größer der Balkon, desto eher können Sie klassische Terrassenmöbel einsetzen, ohne dass Ihre Wohlfühloase zu vollgestellt wirkt.

Zur optischen Trennung und für etwas mehr Privatsphäre beim Sonnenbad sind Kübelpflanzen mit Rankgitter, Pflanzenständer oder Hängeampeln für Pflanzen und Windlichter ideal. 

Kerzen und Kissen passen immer

Wohnliche Balkone vereint eins: Neben den eigentlichen Balkonmöbeln finden Sie dort inzwischen ganz viele textile Ergänzungen. Weiche, kuschelige Polster, hübsche Kissen und moderne Beleuchtung schaffen kleine Wohlfühlinseln.

Schmale Holzregale an der Hauswand oder Leiterregale mit geringer Breite verschaffen zusätzlichen Dekospielraum, um Windlichter, Solar-LED-Leuchten oder kleinere Blumentöpfe aufzustellen. Denken Sie an die Dreierregel: Drei Objekte auf einer Regalfläche, möglichst in verschiedenen Größenabstufungen, schaffen eine harmonische Gesamtwirkung.

Für minimalistische, aber trotzdem gemütliche Balkone lassen Sie einfach viel Leerraum zwischen vereinzelt aufgestellten, geliebten Dekostücken. Dezentere Pflanzen in zurückhaltend gestalteten Töpfen sind dann die richtige Wahl, Kissen und Decken werden nur bei Bedarf ausgelegt. 

Wenn es dagegen opulenter im Boho-Chic werden darf, planen Sie farbenfrohe Bodenkissen, Makramee-Wanddekoration oder auffällige Pflanzenbehältnisse ein. Vor allem am Abend bieten sich auch Lichterketten an, um stimmungsvolles Licht zu erhalten.

Outdoor-Teppiche, wahlweise rund oder als schmalere Läufervarianten decken nicht nur den oft weniger hübschen Balkonboden ab, sie verstärken zusätzlich die wohnliche Atmosphäre. Ähnliches gelingt auch mit Holzfliesen, die auch auf Balkonen von Mietwohnung schnell und einfach verlegt sind – und jederzeit entfernt werden können.

Pflanzen auch!

Pflanzen dürfen nicht fehlen. Ob Sie auf blühende Saisonware setzen, am liebsten einen kleinen Kräutergarten hegen oder sich für immergrüne, pflegeleichte Varianten entscheiden – Hauptsache, es befinden sich Pflanzen auf dem Balkon!

Rankgitter, größere Kübel und kleine Töpfe verteilen Sie am besten auf der Bodenfläche, auf Tischen oder kleinen Wandregalen. Hängeampeln und platzsparende Pflanzkästen zum Anhängen an das Balkongeländer nutzen die vertikale Fläche optimal aus. 

Praktischer Sichtschutz und Nutzpflanze in einem sind übrigens Erbsen, Bohnen oder Tomaten: Sie ranken wunderbar nach oben, spenden Schatten und lassen sich in Teilen sogar verspeisen.

Fazit

Kleine, große, sonnige und schattige Balkone versprechen allesamt das Gleiche: Hübsch gestaltet lässt es sich dort nach einem langen Tag entspannen. Textilien, Pflanzen und die Wahl praktischer Möbel spielen wichtige Rollen bei der Gestaltung. Haben Sie sich unsere Balkonmöbelserien bereits angesehen? Hier finden Sie noch weitere Anregungen dazu, wie Sie aus Ihrem Balkon ein echtes Balkonien erschaffen.

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