Das schönste Kultmöbel: Strandkörbe für daheim

Jeder kennt sie, die Strandkorb-Reihen an Nord- und Ostsee. Gemütlich sind sie. Und sie schützen prima vor steifen Brisen oder zu viel Sonne am Strand. Aber nicht nur dort, auch daheim auf der Terrasse und im Garten macht sich das deutsche Outdoor-Kultmöbel hervorragend. Worauf Sie beim Kauf eines Strandkorbs achten sollten, haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

Strandkorb-Idylle daheim genießen

Im 19. Jahrhundert löste die Bestellung einer rheumakranken Dame die Entwicklung eines schützenden Sitzmöbels für Strandbesucher aus. Sie wollte den Besuch am Strand ebenso genießen wie diejenigen, die problemlos im Sand sitzen – und anschließend wieder aufstehen konnten. Ein Korbmacher nahm sich der Problematik an und entwickelte eine Konstruktion, die praktisch, hübsch und wetterfest in einem ist. Der Strandkorb war geboren!

Ursprünglich als Ein- und Zweisitzer gedacht, gibt es heute Strandkörbe für die gesamte Familie. Oder extra schmale, die auch auf kleine Balkone passen. Schätzungen gehen von etwa 100.000 Strandkörben in Deutschland aus, die meisten befinden sich dabei an den Stränden der Nord- und Ostsee.

Strandkorb-Anatomie

Der Aufbau eines Strandkorbs ist vergleichsweise einfach: Es gibt einen Korpus, die Seitenteile und die Rückseite sowie die „Haube“, die dem Strandkorb sein charakteristisches Äußeres verleiht.

Der ursprüngliche 1-Sitzer ist einem standardmäßigen 2-Sitzer gewichen. Größere Modelle sind für die ganze Familie sind ebenfalls erhältlich.

Ein typischer 2-Sitzer wiegt um die 100 Kilogramm und misst um die 160 Zentimeter in der Länge sowie circa 120 bis 140 Zentimeter in der Breite.

Wenn Sie den Strandkorb auf dem Balkon aufstellen möchten, empfiehlt sich ein kurzer Blick auf die genaueren Maße und das Gewicht, um unschöne Überraschungen zu vermeiden!

Nord- oder Ostseeform

Ganz ähnlich den Namensgebern fallen auch die beiden Formen aus, insbesondere Haube und Seitenteile weisen typische Designs auf.

Strandkorb „Classic Bullauge“ von Sonnenpartner. (Foto: Hersteller)

Korpus, Flechtwerk & Sitzfläche

Der Korpus, also das Grundgerüst des Strandkorbs besteht in der Regel aus Holz. Sie finden dort typischerweise die folgenden Holzarten:

  • Mahagoni
  • Teak
  • Wacholder
  • Fichte
  • Generell: Hartholz

Günstige Modelle setzen stattdessen auf Multiplex oder Schichtholz.

Das Flechtwerk wurde traditionell aus Weide geflochten. Inzwischen kommen meist robustere Kunststoffstreifen zum Einsatz. Einige Hersteller setzen weiterhin auf natürliche Materialien wie Rohrbast aus Bambus oder Rattan.

Das Flechtwerk wird wie seit den Anfängen der Strandkorbherstellung per Hand geflochten. Jeder Strandkorb ist damit ein Unikat! Es ist viel Handwerksgeschick nötig, um aus vielen Kilometern Flechtmaterial einen witterungsbeständigen Strandkorb entstehen zu lassen.

Kleinere Blessuren nach jahrelanger Wind-und-Wetterbelastung sind möglich, lassen sich aber ausbessern. Die meisten traditionellen Strandkorb-Hersteller bieten Reparaturen an.

Die Sitzfläche wird ordentlich gepolstert, häufig sind Schaumstoff und Kokosmatten in den robusten, aber farbenfrohen imprägnierten Stoffen verpackt.

Typisch sind Designs mit Streifenaufdruck in lebhaften, maritimen Farben. Aber es gibt auch dezente Strandkorbdesigns, die wunderbar mit dem Stil der heimischen Terrasse kombiniert werden können. Die Bezüge sind je nach Modell wechsel- und waschbar, die Polster lassen sich häufig nachkaufen oder gegen andere Modelle austauschen.

Die verwendeten Markisenstoffe oder PVC-Folien halten bei Bedarf jedem Wetterchen stand, ohne an Qualität einzubüßen. Zum Schutz des Strandkorbs wird bisweilen eine Regenschutzhülle mitgeliefert, damit das Kultmöbel auch nach einem heftigen Regenguss sofort weitergenutzt werden kann. Wir haben zudem vielfältige Schutzhüllen für Strandkörbe im Angebot.

Da Strandkörbe im Grunde für den Einsatz an Nord- und Ostsee konzipiert sind, ist eine extra Überwinterungsstelle im Gartenhaus nicht nötig. Ihr neu erworbener Strandkorb kann problemlos an Ort und Stelle den Winter überstehen, eine Abdeckung mittels Schutzhülle ist natürlich empfehlenswert.

Beispiele für beliebte Strandkörbe

Extras für Strandkorb-Enthusiasten

Darfs ein bisschen mehr sein? Dann dürfte Sie das eine oder andere ziemlich coole Extra für Strandkörbe interessieren.

Klappbare Tische und Ablagen sind noch nicht so ungewöhnlich. Trotzdem sind zusätzliche Stellflächen oder sogenannte Lektüretaschen praktische Ergänzungen zum ausgewählten Strandkorb.

Drehbare Untergestelle werden wahlweise direkt mit angeboten oder lassen sich je nach Modell nachrüsten. Statt den schweren Strandkorb als Ganzes drehen zu müssen, übernimmt das dann ein smartes Drehgestell unter dem Korpus. Für Sonnenanbeter ist das ein wirklich schönes Extra!

Apropos Sonnenanbeter: Wer lieber nicht zu viel Sonne abbekommen möchte, freut sich über extra Markisen, die in der Haube untergebracht sind. Sie werden bei Bedarf ausgeklappt oder ausgefahren und sorgen für Schatten.

Fußrasten zum bequemen Sitzen gehören zur Standardausstattung. Das besondere Extra bieten Fußstützen mit Stauraum, in denen sich dann zusätzliche Decken oder Kissen verstauen lassen.

Die Liegefunktion ist meist vorgegeben. Unterschieden wird zwischen Halblieger und Ganzlieger. Ersteres bietet eine Neigung der Rückenstütze bis ca. 55 Grad, letzteres lässt sich bis zu 90 Grad neigen.

Zu guter Letzt gibt es die eine oder andere Extra-Ausstattung, die bei Sonderanfertigungen untergebracht werden kann, wie

  • Heizung,
  • Musikanlage,
  • Bar,
  • Kühlschrank.

Schlusswort

Na? Spontan Lust auf einen Trip ans Meer? Mit dem Strandkorb holen Sie sich ein Stückchen maritimes Glück nach Hause. Alles, was es dazu braucht ist ein Plätzchen für das Kultmöbel, ein kühles Getränk und etwas Wind.