Ratgeber Gartenstühle: Wir helfen bei der Auswahl

Gartenstühle sollen praktisch sein, bequem und schön anzuschauen. Wenn Sie sich in unserem Angebot umsehen, haben Sie die Auswahl zwischen verschiedenen Materialien, Formen, Größen und Funktionen. Wie wählen Sie da am besten aus? In diesem Beitrag helfen wir Ihnen dabei, die perfekten Gartenstühle zu finden.

Wie nutzen Sie Ihre Gartenstühle?

Bevor wir uns einige Modelle und Gartenstuhl-Arten genauer anschauen, ist eine Sache entscheidend: Wie möchten Sie Ihre Stühle nutzen? Dafür sind folgende Fragen wichtig:

Wie viel Platz haben Sie?

Bedenken Sie, dass Sie rund um Ihr Set aus Gartenstühlen und Gartentisch genügend freien Platz brauchen, damit das Hinsetzen nicht zur Turnübung wird. Einen Meter Platz rundherum würden wir auf jeden Fall mindestens empfehlen – gerne auch mehr, wenn das Set an eine Wand oder einen Busch angrenzt.

Wenn Sie wenig Platz haben, achten Sie bei Form und Funktion der Stühle nicht nur auf die Optik, sondern vor allem darauf, wie ausladend und sperrig sie sind. Kompakte Modelle kommen beispielsweise mit einer niedrigeren Rückenlehne daher und bieten meist keine Verstellfunktionen. Zugleich eignen sich diese schlichten Gartenstühle perfekt für ihre Hauptaufgabe: Sie bieten einen Sitzplatz. Und dabei müssen sie nicht langweilig aussehen. Gerade bei den kompakteren Modellen finden Sie viele kreative Entwürfe. Ist das nicht so Ihr Geschmack, haben wir alternativ viele schlichte Klassiker im Angebot.

Klappstühle und Klappsessel haben den Vorteil, dass sie zusammengelegt wenig Platz brauchen und sich deshalb leicht wegräumen und einlagern lassen. Sie kennen das vielleicht auch unter dem Namen „Campingstühle“. Lassen Sie sich von dem Begriff aber nicht abschrecken: Sie werden erstaunt sein, wie vielfältig und schick diese Modelle sein können – und wie bequem.

Stapelstühle und Stapelsessel wiederum sind so gestaltet, dass Sie sie einfach ineinander stecken können, wenn sie nicht gebraucht werden. 

Ob Sie bei Ihren Gartenstühlen lieber stapeln oder klappen, hängt ganz von Ihrem Geschmack ab und dem verfügbaren Lagerraum.

Cane-line „Core“ Stapelstuhl (Foto: Hersteller)

Wofür kommen sie zum Einsatz?

Sind Ihre Gartenstühle vor allem dazu gedacht, damit Sie mit Familie oder Freunden am Gartentisch sitzen und unter freiem Himmel essen können? Dann sollten Sie auf einen geraden Stuhlrücken achten und die Höhe von Stuhl und Tisch aufeinander abstimmen. So bleibt das Sitzen bequem und ergonomisch. Sie finden hier oft die Bezeichnung „Dining Sessel“.

Sollen die Stühle auch abseits des Tisches als Sitzplatz dienen? Dann schauen Sie sich Stühle mit hoher Rückenlehne („Hochlehner“) und Verstellmöglichkeiten an: Damit können Sie sich auch für längere Zeit ganz entspannt zurücklehnen.

Wenn es Ihnen eher um ein gemütliches Beisammensein geht, schauen Sie sich stattdessen Loungemöbel an. Die sind zum Essen zwar meist nicht so gut geeignet: Tisch und Sessel, Sonnenliege oder Outdoorsofa sind absichtlich niedrig. Aber im „Partymodus“ mit Tellerchen in der Hand geht es natürlich trotzdem! Als Faustregel können Sie sich merken:

  • Ein Gartenset aus Gartenstühlen und Gartentisch entspricht am ehesten dem Esstisch oder der Essecke unter freiem Himmel.
  • Ein Loungeset hingegen ist die Outdoor-Version von Sofa und Couchtisch.

Wie häufig brauchen Sie die Gartenstühle?

Wenn Sie die Gartenstühle nur gelegentlich nutzen und zudem aus Platzgründen regelmäßig wegräumen, wählen Sie Modelle aus leichten Materialien (siehe unten).

Kommen sie häufig zum Einsatz und sollen idealerweise an Ort und Stelle bleiben, spielt das Gewicht weniger eine Rolle. Achten Sie dann auf die richtige Pflege und denken Sie vor allem über Schutzhüllen nach – auch dazu weiter unten noch mehr.

Zwischenfazit

Inzwischen sollten Sie eine ungefähre Vorstellung davon haben, in welche Richtung Ihre weitere Suche nach dem perfekten Gartenstuhl geht. Soll er besonders kompakt sein? Besonders vielseitig? Besonders leicht?

Mit diesen Überlegungen im Hinterkopf werden wir jetzt etwas konkreter.

Das richtige Material für Ihre Gartenstühle

Beispiel Gartenstuhl Belize: Gestell aus Aluminium, Bespannung aus Rope. (Foto: Hersteller)

In einem eigenen Artikel erklären wir ausführlich die Eigenschaften wesentlicher Materialien für Garten- und Loungemöbel. Grundsätzlich gilt dabei: Alle sind speziell für den Außenbereich geeignet, halten also einen Regenschauer aus und lassen sich recht einfach reinigen. Damit Ihnen die Gartenmöbel lange Freude machen, sollten Sie dennoch auf die richtige Pflege und Lagerung achten – dazu weiter unten mehr. 

Hier die wichtigsten Eigenschaften beliebter Gartenmöbel-Materialien auf einen Blick:

Rope ist aus Polypropylen hergestellt. Die Kordeln werden miteinander verflochten und um das Grundgestellt gewoben. Sie finden hier sehr unterschiedliche Varianten mit jeweils individueller Optik. Gartenmöbel aus Rope sind sowohl komfortabel als auch robust und leicht.

Aluminium ist dank Pulverbeschichtung rostfrei und widersteht zudem UV-Strahlung. Es kann sich bei direkter Sonneneinstrahlung allerdings aufheizen und wird daher gern mit anderen Materialien kombiniert. Gartenmöbel aus Aluminium sehen edel aus und sind besonders leicht.

Edelstahl hat einen zeitlosen, eleganten Look. Es ist nicht so leicht wie Aluminium, dafür müssen Sie sich auch bei stärkeren Windböen keine Gedanken um Ihre Gartenmöbel machen. Es ist witterungsbeständig und kommt vor allem für Gestelle zum Einsatz.

Polyrattan hat die luxuriöse Optik klassischer Rattanmöbel, ist aber dank Polypropylen unempflindlich gegen Wind und Wetter. Diese Gartenmöbel sind langlebig, leicht und auf jeden Fall etwas Besonderes.

Teakholz zu guter Letzt ist vergleichsweise pflegeleicht und langlebig. Es hat einen sehr edlen Look und fasst sich wunderbar an. Mithilfe eines passenden Pflegemittels bleibt das Holz lange schön und ansehnlich.

Gestell und Sitzfläche

Gartenstuhl „Avanti“: Gestell aus Aluminium mit Textilbespannung. Stapelbar. (Foto: Hersteller)

Viele Stühle und Sessel kombinieren dabei unterschiedliche Materialien für das Gestell und die Sitzfläche. Das ergibt auch viel Sinn, denn beide Elemente haben unterschiedliche Aufgaben:

  • Das Gestell gibt dem Gartenstuhl seine Form und seine Stabilität. Das sollte also möglichst robust sein.
  • Die Sitzfläche hingegen ist es, was einen Gartenstuhl bequem macht. Sie sollte also möglichst komfortabel sein.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass Sie eine Sitzfläche aus einem eher harten Material mit Kissen oder Auflagen komfortabler gestalten. Für den Außenbereich finden Sie hier Varianten, die dank ihrer Stoffe und Verarbeitung widerstandsfähiger sind als die Modelle für den Innenbereich. So sind sie in der Regel wasserabweisend und lassen sich besonders einfach reinigen. Selbst wetterfeste Polstermöbel sind so möglich.

Vorteil der Variante mit Kissen und Auflagen: Sie können den Stil Ihrer Gartenmöbel einfach über diese Accessoires ändern. Im Gegenzug brauchen Sie aber natürlichen einen separaten Platz, um sie z.B. im Winter einzulagern.

Beispiele beliebter Gartenstühle

Die richtige Pflege und Lagerung

Wie oben erwähnt, halten Ihre Gartenstühle einen Regenschauer problemlos aus. Dennoch gilt: Auch wenn die Materialien wetterfest sind, sind sie deshalb nicht unverwüstlich. Regen, Sonneneinstrahlung und Verschmutzungen können den Look mit der Zeit beeinträchtigen. Zudem haben Sie natürlich die Mühe, Ihre Gartenmöbel entsprechend sauber zu machen, bevor Sie sie nutzen können.

Das alles wird einfacher, wenn Sie Schutzhüllen für Ihre Gartenmöbel nutzen. Damit bleiben sie länger schön und Sie haben weniger Arbeit zu Beginn der Gartensaison.

Stühle aus Teakholz

Holzstühle bewahren Sie im Winter idealerweise drinnen auf. Oder nutzen Sie zumindest eine Schutzhülle. Achten Sie hier darauf, dass die Möbel gut belüftet sind, damit sich kein Schimmel bildet.

Teakholz entwickelt mit der Zeit eine graue Patina. Wenn Sie dem entgegen wirken möchten, brauchen Sie ein passendes Pflegeöl und tragen das etwa alle sechs Monate auf.

Stühle aus Rope, Polyrattan, Kunststoffen, Aluminium

Diese Stühle sind am unempfindlichsten. Schmutz können Sie mit einem Schwamm, etwas Seife und warmem Wasser abwaschen. 

Gartenstuhl-Begriffe erklärt

Zu guter Letzt noch einige wesentliche Begriffe rund um Gartenstühle und Gartensessel auf einen Blick erklärt:

Campingstuhl

Campingstühle sind in der Regel besonders kompakte Klappstühle. Sie lassen sich flach zusammenfalten, bieten aber trotzdem recht guten Komfort.

Diningstuhl, Diningsessel

Wenn sie die Bezeichnung „Dining Stuhl“ oder „Dining Sessel“ sehen, geht es um Modelle, die besonders gut zum Sitzen am Gartentisch geeignet sind. Sie haben eine entsprechend passende Sitzhöhe und eine gerade Rückenlehne.

Freischwinger

Freischwinger ist eine besondere Form eines Stuhls oder Sessels, die ohne Hinterbeine auskommt und dessen Sitzfläche dadurch federnd nachgibt. Klingt interessant? Hier finden Sie Freischwinger Gartenstühle …

Gartenmöbel Set

Ein Gartenmöbel Set ist in der Regel eine Kombination aus einem Gartentisch mit passenden Gartenstühlen und eventuell weiterem Zubehör. Das ist besonders praktisch, wenn Sie Garten, Terrasse oder Balkon von Grund auf neu einrichten möchten. Alle Bestandteile eines Gartensets sind in den Abmaßen, Farben und beim Design aufeinander abgestimmt.

Hochlehner

Als Hochlehner wird ein Sessel oder Stuhl bezeichnet, der eine verlängerte Rückenlehne hat. Anstatt nur bis zur Mitte des Rückens (oder noch darunter) reicht sie hier unter Umständen bis zu den Schultern.

Klappstuhl, Klappsessel

Klappstühle und Klappsessel sind so konstruiert, dass sie sich flach zusammenfalten lassen. Sie benötigen dazu in der Regel keinerlei Werkzeuge oder andere Hilfsmittel. Das ist nützlich, wenn Sie nur wenig Platz zur Einlagerung der Gartenmöbel haben. Auch als zusätzliche Sitzgelegenheiten sind sie sinnvoll.

Loungemöbel

Unter Loungemöbeln werden besonders bequeme Gartenmöbel verstanden. Sie sind weniger zum gepflegten Essen am Tisch geeignet, als vielmehr zum Entspannen und zum gemütlichen Beisammensein. So sind die Sitzflächen hier beispielsweise deutlich niedriger.

Relaxsessel

Als Relaxsessel wird bezeichnet, was Sie besonders gut entspannen lässt. Die Rückenlehne wird hier zum Beispiel verstellbar sein. Sie finden eventuell auch eine Fußstütze. Das geht also schon in Richtung Liege.

Stapelstuhl, Stapelsessel

Stapelstühle und Stapelsessel sind so gestaltet, dass Sie sie ineinander stapeln können. Dadurch nehmen sie wenig Raum ein, wenn sie nach zum Beispiel nach de Gartensaison eingelagert werden.